BFL-Vorstand votiert für eigene Stadtratsliste im März 2020

Die „Bürger für Landshut“ werden auch bei der Stadtratswahl im März 2020 wieder mit einer eigenen Liste antreten. Der Vorstand habe in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss getroffen, bestätigte der Vereinsvorsitzende Andreas Löscher auf LZ-Anfrage. Das letzte Wort hat formal die Mitgliederversammlung, die am 16. Oktober stattfindet; an der Bestätigung des Vorstandsvotums gibt es indes keinen begründeten Zweifel. Einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen zu schicken, sei dagegen „nicht geplant“, so Löscher.

Um die Zukunft der „Bürger für Landshut“ hatte sich in den letzten Wochen und Monaten manche Spekulation gerankt. Dass der Verein durch seine Gründung 2004 Hans Rampf die Plattform bot, um Oberbürgermeister von Landshut zu werden, bescherte den BFL zugleich einen Platz im kommunalpolitischen Scheinwerferlicht. Die folgenden 15 Jahre allerdings gestalteten sich nicht ganz so glamourös. Bei der Stadtratswahl 2008 erreichte die Gruppierung 7,4 und beim letzten Mal 2014 noch 4,8% der Stimmen; aktuell ist Bernd O. Friedrich einziger BFL-Vertreter im Stadtrat.

Bernd O. Friedrich will im Stadtrat bleiben

Dass der 78-Jährige weiterhin Feuer und Flamme für sein Mandat ist und dieses auch über die laufende Stadtratsperiode hinaus ausüben möchte, hat er zuletzt deutlich signalisiert. Wenn nun die „Bürger für Landshut“ wieder eine eigene Liste aufstellen, muss Friedrich nicht auf einen – bestenfalls mittelmäßigen – Platz auf dem CSU-Tableau ausweichen wie dies als Plan B immer wieder kolportiert wurde. Im politischen Landshut hat man es jedenfalls aufmerksam registriert, dass der BFL-Stadtrat im August bei einem Werkstattgespräch im Rahmen des Wahlkampfs von CSU-OB-Kandidat Thomas Haslinger leitender Funktion im Einsatz war.

Der BFL-Vereinschef befürchtet aber keinerlei Verwirrung der Wählerschaft: „Unter bürgerlichen Gruppierungen“, so Andreas Löscher, „könne man sich durchaus austauschen; die besagte Veranstaltung sei eine „einmalige Sache auf einem speziellen Gebiet“ (zum Thema Infrastruktur und Mobilität) gewesen.

Löscher: „Im Wahlkampf richtig angreifen“

Grundsätzlich sei die Stimmung gut bei den „Bürgern für Landshut“. Man wolle im Wahlkampf richtig angreifen, der Verzicht auf eine eigene Liste sei nicht zuletzt „mit Blick auf unsere Geschichte“ keine Option gewesen, betont Löscher: „Dazu haben wir in den letzten Jahren einfach zu viel, zu gut und zu konstruktiv mitgemischt.“

 

Quelle: Landshuter Zeitung

Zu viel, zu gut und zu konstruktiv mitgemischt