FU-Vorsitzende wird für den Stadtrat kandidieren

Es war seit Tagen ein offenes Geheimnis, nun wurde es öffentlich gemacht: Die Vorsitzende der Frauen Union (FU) Landshut sowie Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes, Monika Voland-Kleemann, wird auf der Liste der BFL für die Stadtratswahlen im März 2020 kandidieren. Dies wurde gestern im Rahmen eines Pressegesprächs im Residenzcafe bekanntgegeben. „Wir haben Frau Voland-Kleemann einen Platz im vorderen Bereich der Aufstellungsliste freigemacht“, sagte der BFL-Vorsitzende Andreas Löscher. Ihm war die Freude über den Coup ins Gesicht geschrieben. Denn Voland-Kleemann vertritt knapp 100 Mitglieder der FU sowie rund 5000 Mitglieder des VdK, was die BFL hoffen lässt, ein echtes Zugpferd für den Wahlkampf an Land gezogen zu haben. „Sie ist sehr gut vernetzt und es gibt viele Schnittmengen auf politischer Ebene“, sagte Löscher. Der derzeit einzige BFL-Stadtrat Bernd O. Friedrich freute sich ebenfalls über den prominenten Neuzugang: „Gerade im sozialen Bereich ist Frau Voland-Kleemann sehr engagiert.“

Die CSU-internen Querelen, die den Ausschlag dafür gaben, dass sich Monika Voland-Kleemann nun den BFL zuwandte, spielten bei dem Pressegespräch nur ganz am Rande eine Rolle. Bekanntlich war die FU-Vorsitzende mit dem ihr zugedachten Listenplatz – zwischen 11 und 15 – unzufrieden: „Jeder weiß, was da gelaufen ist“, sagte „MVK“. Nun aber wolle sich nach vorne blicken: „Ich möchte etwas erreichen, durchsetzen, und bin sehr froh, dass ich hier mitarbeiten kann.“ Sie werde sich vor allem um die Themen Gesundheit, Soziales und Frauen kümmern. „Das sind in der Politik keine beliebten, aber sehr wichtige Themen“, sagte Voland-Kleemann.

Die BFL peilt bei der Stadtratswahl 3 Sitze – und damit Fraktionsstärke – an. Einen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten will sie nicht stellen. Aber sie will mittels eines Fragenkatalogs zu 8 Themenkomplexen die Positionen der OB-Kandidaten abfragen und danach eine Wahlempfehlung abgeben. „Wir wollen uns somit wieder positionieren“, sagte Friedrich. Die Aufstellungsversammlung wollen die BFL erst am 16. Januar durchführen. Die Erklärung für den späten Termin lieferte Bernd O. Friedrich gleich mit: „Wir wollen die Landshuter Bevölkerung jetzt in der Vorweihnachtszeit nicht aufmischen und dadurch in Aufruhr versetzen.“

Quelle: Landshuter Zeitung

„MVK“ wechselt zu den BFL