Die Wogen haben sich geglättet
Bürger für Landshut blicken motiviert und optimistisch in die Zukunft

Neben der unverminderten Lust aufs politische Gestalten war am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung vor allem von einem die Rede: Von der neuen Harmonie und Geschlossenheit. Dies bildete sich auch in den Ergebnissen der Vorstandswahl ab, die allesamt einstimmig erfolgten.

Die neu gewählte Vorstandschaft
(von links): 1. Vorsitzender Andreas Löscher, 2. Vorsitzender Bernd O. Friedrich, Beisitzerung Monika Hösl, Schriftführer Rolf Hösl, Beisitzerin Ute Hentschel, Beisitzer Reinhold Ried, Schatzmeisterin Mariana Gronewald-Haake

Die neuen und alten Vorsitzenden sind Andreas Löscher und Stadtrat Bernd O. Friedrich. Das Schatzmeisteramt übernahm Neu-Mitglied Mariana Gronewald-Haake von Bernd Hanseder. Löscher, der 2011 erstmals zum Vorsitzenden gewählt wurde, zeigte sich erfreut über den großen Unterstützerkreis der BFL und einen regelrechten „Mitglieder- boom“: Knapp 40 Ehrenamtliche engagierten sich aktuell für die BFL, Tendenz steigend. Das liege auch daran, daß sich die Querelen der Vergangenheit – als man zeitweise nur noch 28 Mitglieder hatte – erledigt hätten. „Die Wogen haben sich geglättet.“

Den BFL, so Löscher, gehe es seit Ihrer Gründung nicht um Parteifarben, sondern um Sachpolitik im Sinne Landshut. Engagiert habe man sich daher beim Bündnis für die Westtangente und gegen eine städtische Wohnbaugesellschaft. Dass man auch bei der kommenden Stadtratswahl mit einer eigenen Liste antreten werde, liege im Selbstverständnis der BFL. Das Ziel: drei Stadträte und damit Fraktionsstärke. Auf einen eigenen OB-Kandidaten wird – wie bei der vergangenen Wahl – verzichtet.

Aktuell hält einzig Bernd Friedrich die BFL-Fahne im Plenum hoch. Bei seinem Bericht aus dem Stadtrat widmete er sich zunächst den Themen Antragsflut und Haushaltsplanung. Wobei es bei Letzterer angesichts der finanziellen Situation der Stadt laut Friedrich mit den freiwilligen Leistungen nicht so weitergehen könne wie bisher: „Es wird Einschnitte geben.“ Was die Zusammenarbeit innerhalb der Fraktionsgemeinschaft mit der Jungen Liste betrifft, sprach Friedrich – der sich nach wie vor „voll und ganz“ dem bürgerlichen Lager zurechnet – von „Belastungen“, zu denen es aufgrund des „ausgedehnten“ Fraktionsvorsitzes von Thomas Haslinger, nunmehr OB-Kandidat der CSU, gekommen sei. „Aber er hat das wohl auch gebraucht, um sich einzuarbeiten in die Politik.“

Ob die BFL bei der OB-Wahl Thomas Haslinger unterstützen oder, wie bei der Wahl 2016, Alexander Putz, ist laut Löscher offen. „Wir haben uns noch nicht auf die Unterstützung oder Empfehlung eines Kandidaten geeinigt.“

Quelle: Landshuter Zeitung

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