BfL kündigen bei Wahlkampfabschluss eine Resolution an

Eher beschaulich ging der Wahlkampf der Bürger fiir Landshut (BfL) am Donnerstagabend im Nebenzimmer des „0chsenwirts“ zu Ende. Den relativ überschaubaren Besuch – exakt 20 Interessierte waren gekommen – führte BfL-Vorsitzender Andreas Löscher auf drei Umstände zurück: „Das Wetter ist alles andere als gemütlich, parallel findet im Bernlochner eine Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten statt, und zudem schwirrt derzeit ein Virus rum – von dem Sie vielleicht auch schon gehört haben.“

Zahlreiche Kandidaten der BfL stellten beim Wahlkampfabschluss nochmals ihre Positionen vor: (von links) Monika Voland-Kleemann, Ute Hentschel, Stadtrat Bernd Friedrich, Nina Zeilnhofer, Doris Dinkel, Monika Hösl, Sabine Weileder, Mariana Gronewald-Haake, Reinhold Ried und Vorsitzender Andreas Löscher.

Nichtsdestotrotz nutzten die Stadtratskandidaten der BfL nochmals die Gelegenheit, ihre kommunalpolitischen Forderungen zu präsentieren. Allerdings parteifrei und unabhängig, wie Löscher betonte: „Parteipolitik hat in einer Stadt wie Landshut nichts zu suchen. Wir müssen alle gemeinsam versuchen, unsere Stadt voranzubringen.“

Dazu passt, dass man sich – auch ohne eigenen OB-Kandidaten – intensiv mit der Frage auseinander- gesetzt hat, wer die Stadt künftig führen soll. An alle Bewerber wurde ein Fragebogen geschickt und von Mariana Gronewald-Haake (Platz 4 auf der Liste) ausgewertet. Am Ende fällte man eine salomonische Entscheidung: „Wir empfehlen unseren Mitgliedern, entweder Amtsinhaber Alexander Putz oder den CSU-Kandidaten Thomas Haslinger zu wählen“, sagte Gronewald-Haake.

BfL empfehlen entweder Putz oder Haslinger als OB

Listenführer Bernd Friedrich kündigte weiter an, in Kürze eine Resolution an die Regierung von Niederbayern respektive Alexander Putz zu übergeben. Mit dem Inhalt, die Sanierung der Bestandsschulen unverzüglich anzugehen. Angesichts der Gesamtkosten von rund 70 Millionen Euro waren diese Projekte (wie berichtet) auf das Jahr 2024 und später verschoben worden. „Das ist für uns keine Option“,sagte Friedrich.

Im Anschluss wurden nochmals die eigenen Positionen in Bezug auf die Themengebiete Verkehr und lnfrastruktur, Soziales und Gesundheit oder die Verschuldung der Stadt dargelegt, Für Monika Voland-Kleemann (Platz 2) muss die Pflege absoluten Vorrang genießen. Dazu gehöre‘ auch eine intensive Nachwuchsförderung, um junge Pflegekräfte an das Klinikum zu binden.

Als Vision für die mittlere und fernere Zukunft kann sich Doris Dinkel einen zentralen Standort für alle drei Krankenhäuser in Landshut vorstellen. „Dadurch könnten viele Synergieeffekte erzielt werden.“ Reinhold Ried kritisierte den mangelnden Schutz der Einsatzkräfte an Unfallorten durch die Politik und sprach sich für eine Videoüberwachung an neuralgischen Punkten wie Parkhäusern oder dem Hauptbahnhof aus.

Erfrischend war der Beitrag von Nina Zeilnhofer (Listenplatz 12), die erklärte, sich als junge Bürgerin einmischen und einbringen zu wollen. Ganz im Sinne von BfL-Vorsitzendem Löscher, der zu Beginn erklärt hatte: „Wir sind eine gesunde Mischung aus allen Gesellschaftsschichten, haben Kandidaten jeglichen Alters.“ Nun wird sich zeigen, ob die Liste vom Wähler entsprechend goutiert wird. Das Ziel der BfL ist klar: im neuen Stadtrat Fraktionsstärke – also drei Sitze – zu erreichen.

Bürger für Landshut kündigen bei Wahlkampfabschluss eine Resolution an